Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik und der Forschungsgruppe Umweltpsychologie analysiert die Akzeptanz von Biogasanlagen in der Bevölkerung und gibt Empfehlungen für die Praxis. Das Papier hält für den aufmerksamen Leser dieses Blogs keine Überraschungen bereit, sei aber insbesondere denjenigen, die bereits Probleme haben oder heraufziehen sehen, wärmstens ans Herz gelegt. Eine gut strukturierte und umfassende Abhandlung.

Aus der Studie hier die Liste der Empfehlungen für Anlagenbetreiber:

  • Bei anstehenden Wartungsarbeiten sollte vorab über mögliche Beeinträchtigungen (Geruch, Lärm) informiert werden.
  • Der Zulieferverkehr sollte sozialverträglich geplant werden.
  • Eine gute und verantwortungsvolle Betriebsführung ist unabdingbar.
  • Zu den (unmittelbaren) Nachbarn sollte ein kontinuierlicher und direkter Kontakt gehalten werden.
  • Den Anwohnern sollte vermittelt werden, dass man Bedenken ernst nimmt und auf Kritik angemessen reagiert.
  • Direkte erfahrungen sollten zugelassen werden (Tag der offenen Tür).

Aus meiner Sicht fehlt natürlich: ein eigener Kommunikationskanal des Biogas-Unternehmens, der unabhängig von der Presse oder Gesprächen mit Anwohnern eine verläßliche Grundversorgung mit Informationen aus erster Hand versorgt und zugleich eine Diskussionsplattform bietet. Was natürlich am besten mit einem Blog zu bewerkstelligen ist.

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