Um geeignete Themen für Blog-Beiträge zu finden, sollte über zwei andere Fragen Klarheit herrschen:

Doch unabhängig davon, was dabei herauskommt:

Am besten, das Blog handelt von den Dingen, die für Sie als Unternehmer gerade wichtig sind.

Die meisten Unternehmens-Blogs senden ohnehin gleichzeitig in alle denkbaren Richtungen: Kunden, allgemeine Öffentlichkeit/Presse, die eigenen Mitarbeiter, die Konkurrenz, Berufskollegen/Wettbewerber. Vermeiden Sie Beiträge, die in Ton und Inhalt an Ihre privaten Freunde gerichtet sind. Wenn Sie das möchten, können Sie dafür einen eigenen Blog oder etwa ein Facebook-Profil anlegen.

Themen

Welche Schritte stehen in Ihrem Unternehmen an oder wurden gerade vollzogen? Dabei kann es um die abgeschlossene Frühjahrsbestellung gehen, um den Kauf einer Spargelschälmaschine, die Einstellung eines neuen Mitarbeiter oder die Pensionierung eines verdienten alten, um den Abschluß eines Vertrags oder die neuen Planzeichnungen für Ihre Biogasanlage.

Es sind auch allgemeinere Beiträge möglich, etwa über eine neue Fermenter-Rührwerk-Technik, die für Sie interessant gewesen wäre, würden Sie jetzt bauen und nicht vor zwei Jahren, über eine Sendung mit der Maus über Biogas, eine schöne Internet-Seite zu alten Apfelsorten etc. Maxime:

Es sollte immer einen klaren Bezug zu Ihrem Betrieb geben.

Wenn über Ihr Unternehmen berichtet wird, etwa in der Fachpresse, der Lokalpresse, im Radio, im Internet, ist dies stets ein willkommener Anlaß für einen Beitrag. Achten Sie beim Zitieren von Artikeln aus Print- und Netz-Presse und Nutzung von im Internet gefundenen Fotos dabei darauf, daß Sie sich keine Urheberrechtsverletzung zuschulden kommen lassen!

Auch politische Themen sind denkbar, beispielsweise anstehende Gesetzesänderungen, die Ihren Betrieb betreffen. Kommentare oder verlinkte Artikel zur Marktentwicklung können ebenfalls interessant sein.

Kategorien

Kategorien helfen nicht nur dem Leser dabei, Beiträge zu finden, die ihn interessieren, sondern auch dem Autor, sich darüber klar zu werden, inwieweit der in Angriff genommene Beitrag eigentlich zum Blog paßt. Wenn Sie feststellen, daß er so reicht zu keiner Ihrer Kategorien gehört, muß entweder eine neue Kategorie angelegt werden, oder der Beitrag gehört in die Tonne.

Die Agroblogger-Biogas-Seiten, um ein Beispiel zu nennen, sind standardmäßig mit den folgenden Kategorien ausgestattet (Mehrfachzuordnungen sind möglich):

  • Bioenergie-Meinungen
  • Bioenergie-Nachrichten
  • Bioenergie-Wissen
  • Fotos (+ ggf. Videos, Audio o.ä.)
  • Unsere Biogasanlage

Aktualität

Das Wort „Blog“ ähnelt nicht umsonst dem Wort „Logbuch“. Wenn zwischen dem Ereignis und dem Blogbeitrag darüber zu viel Zeit liegt, wirkt das merkwürdig. Nach drei Wochen ist Ihr Richtfest schon Geschichte! Die „Halbwertzeit“ von Themen ist allerdings unterschiedlich; so können Planzeichnungen vom Architekten und Forschungsergebnisse zu ihrer Branche natürlich auch Monate nach ihrer Erstellung noch aktuell sein.

Tonfall

Auch wenn ein Thema Sie emotional stark mitnimmt: bleiben Sie sachlich! Besonders gefährlich sind „ideologische“ Debatten etwa über Pflanzenschutz, Haltungsformen der Tierproduktion, Mais-Monokultur, Gestank, Lärm, Subventionen – wenn Sie irgendwo einen wunden Punkt haben, ist es besonders wichtig, souverän zu bleiben. Nicht minder gefährlich sind Reaktionen auf Berichte und Leserbriefe in der Lokalpresse. Stellen Sie richtig, aber steigen Sie nicht auf den möglicherweise unsachlichen oder aggressiven Ton der anderen Seite ein.

Relevanz und Nutzen für den Leser

Geben Sie Ihren Lesern Gründe, regelmäßig zu Ihrer Internetseite zurückzukehren bzw. Ihren Blog-Beiträgen zu folgen (etwa auf Twitter) oder sie zu abonnieren (RSS). Links zu Seiten, die dieselben Leser interessant finden, die auch Ihre Seite interessant finden, sind ein Beispiel. Geben Sie Ihren Lesern link juice! Bei selbstverfaßten Beiträgen sollte man sich selbstkritisch fragen, ob man über genug Expertise verfügt, um als, sagen wir, Experte durchgehen zu können.

Negativliste

Worüber Sie nicht bloggen sollten

  • Wie schwierig es für Sie ist, ein Thema zu finden, über daß Sie bloggen wollen
  • Daß Sie zwar seit zwei Monaten nichts geschrieben haben, und auch jetzt nichts berichten können, aber ganz bestimmt in Zukunft intensiv zu bloggen planen
  • Daß Sie Vater oder Mutter oder Onkel oder Tante geworden sind, heiraten, sich scheiden lassen, Ihre Jüngste im dritten Anlauf nun endlich das Abi bestanden hat… das sind keine Themen für ein Unternehmensblog.

Woher immer neue Ideen nehmen?

Wenn es ein interessantes Thema gibt, kann man es oft in viele interessante Aspekte unterteilen. Wahrscheinlich ist es oft ohnehin besser, kürzere und dafür zahlreichere Beiträge zu schreiben, und besser, ein Thema mit vielen Beiträgen langfristig abzudecken, statt einen endlos langen und komplexen Artikel herauszubringen und dann keine Puste mehr zu haben.

Tagged with →